IMMS Erfurt

Das Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme gemeinnützige GmbH (IMMS) ist ein landeseigenes außeruniversitäres Institut des Freistaates Thüringen.

IMMS Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme gemeinnützige GmbH

Modernes Gebäude mit Glasfassade bei Tag
Foto: © Beate Hövelmans

 Das IMMS bündelt sein Know-how, um Partner in ihren Zielanwendungen mit gemeinsamer Forschung und Entwicklung von der Machbarkeitsstudie bis zur Serienreife zu begleiten. Hierfür nutzt das IMMS seine Kompetenzen in der Entwicklung und Realisierung von Sensor- und Aktorsystemen, Signalverarbeitungs-, Steuerungs- und Regelungssystemen sowie in der Systemintegration und Kommunikation unter dem Leitgedanken „Wir verbinden die IT mit der realen Welt“. Zielbranchen sind Life Sciences, Automatisierungs-,  Umwelt- und Verkehrstechnik sowie die Halbleiterindustrie.

In dem 1995 als An-Institut der TU Ilmenau gegründeten landeseigenen Unternehmen des Freistaats Thüringen mit Hauptsitz in Ilmenau und Institutsteil in Erfurt arbeiten derzeit rund 80 Mitarbeiter in Förderprojekten, industrienahen Entwicklungsprojekten und als F&E-Dienstleister. Die Betriebe der Region unterstützt das IMMS auch durch Workshop-Angebote und Netzwerkaktivitäten. Pro Jahr werden bis zu 40 Studenten bei Fachpraktika, Bachelor- und Masterarbeiten am IMMS betreut und dabei Perspektiven in der regionalen Wirtschaft aufgezeigt.

18 – 23 Uhr | Kopfstand für 5G – Mobilfunk in Echtzeit

Ein Forscher des IMMS erklärt einer Gästegruppe den aus mehreren größeren Kompontenten bestehenden Aufbau zum inversen Pendel.
Foto: © IMMS / Beate Hövelmans

Wir machen den Denksport, ein Pendel den Kopfstand – und diesen frei auf einer 0,2 mm schmalen Kante auf einer bewegten Linearachse. Damit das so bleibt, wird das Pendel ständig von einer Kamera beobachtet. Infos zu Abweichungen werden per 5G in Echtzeit an die Bewegungssteuerung an der Achse gefunkt, um das Pendel auszubalancieren. Mit heutigen Mobilfunk-Technologien wie LTE würde der Alarm zu spät ankommen und das Pendel umkippen. Das IMMS hat damit die Hardware für ein typisches geschlossenes Steuerungssystem realisiert sowie die Softwarekomponenten echtzeitfähig implementiert, um 5G-Mobilfunk in Industrieanwendungen zu bringen.

Ort: Foyer
Geeignet für Kinder: ab 6 Jahren
Barrierefrei: Ja

18 – 23 Uhr | Geschüttelt, nicht gerührt – Sensorsystem mit Energie aus Vibrationen

Eine Forscherin des IMMS erklärt Gästen ein faustgroßes Sensorsystem, das Energie aus Vibrationen des schuhkartongroßen Rüttlers gewinnt.
Foto: © IMMS / Beate Hövelmans

Wie erfasst man an betagteren Industrieanlagen an vielen Stellen komplexe Mess- und Steuerdaten ohne großes Nachrüsten? Das geht mit Funksensorik, die sich selbst mit der Energie aus ihrem Umfeld versorgt, z.B. über die Wandlung von Vibrationen. Gezeigt wird eine über induktives Energy Harvesting betriebene Funksensorik zum Anfassen.

Ort: Foyer
Geeignet für Kinder: ab 6 Jahren
Barrierefrei: Ja

18 – 23 Uhr | Tee auf Sendung – mit batterielosem RFID-Sensor-Transponder

Ein Forscher des IMMS wirft einen Cent-Stück-großen batterielosen RFID-Transponder in eine Tasse mit heißem Wasser.
Foto: © IMMS / Beate Hövelmans

Was hier in der Teetasse gezeigt wird, brauchen zum Beispiel Biologen für ihre Versuche, bei denen Zellkulturen kontinuierlich unter gleichbleibenden Bedingungen untersucht werden müssen. Das IMMS hat dafür einen RFID-Sensor-Chip entwickelt, der nicht nur identifiziert, sondern auch Temperaturwerte in Flüssigkeiten misst und sendet – und das ohne Batterie an Bord. Den Strom erzeugt das Magnetfeld der RFID-Ausleseeinheit, die die Daten des Sensor-Chips berührungsfrei erfasst und verarbeitet. Probieren Sie eine Tasse!

Ort: Foyer
Geeignet für Kinder: ab 6 Jahren
Barrierefrei: Ja

18 – 23 Uhr | Krebs frühzeitig mit Mikroelektronik erkennen

Zwei Kinder schauen zu, wie Flüssigkeit aus einer Spritze direkt auf die Mikroelektronik eines brotdosengroßen Test
Foto: © IMMS / Beate Hövelmans

Für einige Krebsarten können Schnelltests direkt durch einen Arzt vorgenommen werden, unmittelbar Ergebnisse bereitstellen und zeit- wie kostenaufwändige Laboruntersuchungen sparen. Meistens liefern solche Schnelltests als Befund lediglich Ja-Nein-Aussagen. Um Prostata- und Darmkrebs in einem sehr frühen Stadium feststellen zu können, entwickelt das IMMS Mikroelektronik, die im direkten Probenkontakt sehr geringe Antigen-Konzentrationen unterhalb von einem Nanogramm pro Milliliter misst. Das IMMS zeigt anhand eines Funktionsmusters das Nachweisprinzip, auf dem die Entwicklungsarbeiten aufbauen.

Ort: Foyer
Geeignet für Kinder: ab 6 Jahren
Barrierefrei: Ja

18 – 23 Uhr | Alles dicht? Finden Sie Lecks in Druckluftleitungen mit Ultraschall

Ein Kind testet mit einem Forscher vom IMMS das einem Smartphone ähnelnde Sonaphone.
Foto: © IMMS / Beate Hövelmans

Verpuffte Druckluft ist teuer. Und umweltschädlich, da sie vorher mit viel Energie erzeugt werden musste. In der Industrie verpufft im Schnitt ein Drittel durch Lecks in Druckluftleitungen. Die Lecks verursachen Ultraschall. Finden (und hören) Sie Lecks mit einem Ultraschallprüfgerät, das Sonotec und IMMS für die vorbeugende Instandhaltung von Druckluftleitungen und Prozessoptimierungen entwickelt haben.

Ort: Foyer
Geeignet für Kinder: ab 6 Jahren
Barrierefrei: Ja

18 – 23 Uhr | Heiß – nicht anfassen! Chips im Backofen bei 300°C

Ein Forscher des IMMS erklärt zwei Besuchern den größeren Testaufbau für Hochtemperaturelektronik.
Foto: © IMMS / Beate Hövelmans

Keine Kartoffelchips, kein Acrylamid. Gezeigt wird ein mobiler Testaufbau für Mikroelektronik-Chips, die bei 300°C hochgenau arbeiten und Industrieprozesse effizienter machen. Der Aufbau kann das, was Standard-Testausrüstung nicht kann – Elektronik bis an ihre Grenzen testen, ohne dabei zu schmelzen. Der Aufbau ist das Ergebnis einer am IMMS betreuten studentischen Abschlussarbeit.

Ort: Foyer
Geeignet für Kinder: ab 6 Jahren
Barrierefrei: Ja

18, 19, 20, 21 und 22 Uhr, Dauer: ca. 20 Min. | Laborführung: Mikroelektronik auf dem Prüfstand

Zwei Forscher des IMMS vor einem Wafer-Prober und einem Bildschirm, der die Testergebnisse anzeigt.
Foto: © IMMS / Beate Hövelmans

Im Testlabor des IMMS erfahren Sie mehr über die rasante Entwicklung der Mikroelektronik mit dem Trend zu immer größeren Wafer-Durchmessern und immer kleineren Bauelementen und den damit verbundenen Herausforderungen beim Test. In diesem Labor charakterisiert und testet das IMMS integrierte Schaltungen und untersucht die Zuverlässigkeit elektronischer Baugruppen und Systeme nach internationalen Qualitätsstandards.

Die Führung wird zu jeder vollen Stunde für Gruppen bis zu 10 Personen angeboten, die im 2. OG vorm Labor abgeholt werden.

Ort: 2. OG, Labor gegenüber des Beratungsraums „Manfred von Ardenne“
Besonderheit: max. 10 Personen je Führung
Geeignet für Kinder: ab 10 Jahren
Barrierefrei: Nein

18 – 23 Uhr | Selber machen lassen – Programmieren für Kinder

Ein Junge sitzt mit seinen Eltern vor einem Computer und programmiert in einer grafischen Programmierumgebung.
Foto: © IMMS / Beate Hövelmans

Wir stellen die Technik und du lässt sie was machen. Bring LED-Schrift zum Laufen, schalte Licht durch Bewegung ein oder mach dir ein ganz genaues Bild von deiner Umwelt mit Sensoren. Das erledigen Computer, wenn du die richtigen Worte findest und das Programm dafür selber schreibst. Wir helfen dir dabei. Die kleineren von euch können einfacher anfangen über grafische Programmieroberflächen. Probiert es aus.

Ort: 2. OG, Beratungsraum „Manfred von Ardenne“
Geeignet für Kinder: ab 6 Jahren
Barrierefrei: Ja

Informationen

Parkplatz vorhanden: ja
Imbissangebot: nein

Kontakt

Frau Beate Hövelmans
Ansprechpartnerin
workTel. +49 3677 87493-13+49 3677 87493-13 faxFax +49 3677 87493-15
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99099 Erfurt